Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
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50 Jakob von Artevelde.

viel; Ihr thut nicht mehr, als was ich jedem Anderen dort befohlen habe.“

„Ich bedaure, Mher Denys, daß mir nicht verſtat⸗ tet iſt, mehr zu dieſem wackeren Unternehmen beizutra⸗ gen. Jedenfalls danke ich Euch, daß Ihr an mich ge⸗ dacht habt.“

Der Oberdechant ergriff eifrig Calevoet's Hand und ſagte zu ihm, während ſeine Augen ſiegreich ſtrahlten:

„Morgen ſind wir Herren in Gent, Freund Jan! und dann wollen wir zeigen, was wir unter Freiheit und Volksmacht verſtehen. Wir verjagen alle unſere feigherzigen Schöffen; wir verbannen die Leligerds und die Freunde des Tyrannen aus dem Lande, und ziehen ihre Güter ein zum Beſten der Gemeine. Dann bewaff⸗ nen wir alle Genter, möͤgen ſie wollen oder nicht, und zwingen ganz Flandern, unſerem Vorbilde zu folgen. Darauf ziehen wir gegen Frankreich, und thut es Noth, ſo rufen wir England zu Hülfe.... Binnen acht Tagen ſeid Ihr vielleicht ſchon Hauptmann von St. Michiels,

Mher Calevoet.“

„Wie! vielleicht?“

„Ich meine, daß es auch wohl einige Tage länger währen kann, da eine ſo gründliche Umwälzung Zeit fordert, Hauptmann von St. Michiels und Stadtſeckel⸗ meiſter, Freund Calevoet!“

„Wohl zu verſtehen, daß ich es nicht annehme, wenn Mher Geeraert Denys nicht zum Oberhauptmann ge⸗ wählt wird.“ 3

„Ich danke Euch für Eure Anhänglichkeit, Mher

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