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Jakob von Artevelde. 49
Alles niederwerfend, was ſich uns entgegenſtellt, befreien die Walkmüller und die kleinen Zünfte und vernichten die Leliaerds im offenen Felde bis auf den letzten Mann. Der Tyrann iſt getödtet, die Schlacht gewonnen und man rühmt uns als Befreier des Vaterlandes!“
„Ha, ha!“ lachte Calevoet mit froher Bewunde⸗ rung;„wie man ſich täuſchen kann! Zuerſt ſchien es mir ein ſchändlicher Verrath, und es iſt die geſcheidteſte Kriegsliſt!“
„Allerdings! Wir opfern einige Leute, um den Feind ganz und gar in das Netz zu locken und des Sie⸗ ges ſicher zu ſein. Bei dieſer Gelegenheit befreien wir die Genter Gemeine von dem Unterdrücker, der ihre Kräfte in leerer Prahlerei vergeudet.“
„Und Ihr ſeid ſicher, daß es glücken werde, wie Ihr es beabſichtigt?“
„Unfehlbar! Was Cuch betrifft, Mher Calevoet, ich habe Euch mit Euren hundert Mann ganz hinten aufgeſtellt; Ihr waret damit unzufrieden, weil Ihr meine Abſicht nicht kanntet. Nun ſeht, was Ihr zu thun habt! Sobald wir gegen den verſtellten Angriff ausziehen, müßt Ihr Sorge tragen, Euch ſtets kraftvoll anzuſchlie⸗ ßen und die Glieder, die vor Euch ziehen, zu verhindern, den Sturm beobachten zu können. Sollte nun das Ge⸗ rücht aus dem Streite zu Euch dringen und einige Eu⸗ rer Leute veranlaſſen wollen, weil der Oberhauptmann in Gefahr ſei, ſich nach jener Seite zu begeben, ſo müßt Ihr Euch mit aller Gewalt dagegen ſtemmen. Das iſt das Einzige, was ich von Euch verlange. Es iſt nicht
Jakob von Artevelde II. 4


