Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
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44 Jakob von Artekelde. Sobald die Anführer ſich entfernt hatten, ſagte der Oberdechant Etwas zu einem Webergeſellen, der fünf oder ſechs Schritte von ihm Wache ſtand, und ging dann in ſein Zelt. Hier ſetzte er ſich auf eine Bank und hef⸗ tete die Augen in tiefem Nachdenken auf den Boden. Wahrlich, Freude mußte Geergert Denys' Seele erfüllen. denn auf ſeinem Antlitz ſchwebte ein Lächeln.... ein Lächeln voll Gift und hölliſcher Luſt, ſo bitter und hä⸗ miſch, daß man ſchon bei dem bloßen Anblick ſeiner bos⸗ haften und gehäſſigen Züge aus Angſt vor Verrath und Meuchelmord gebebt haben würde.

Er war kaum einen Augenblick allein geblieben, als der Vorhang ſeines Zeltes zur Seite gezogen wurde; Jan Calevoet, der Dechant der Zwillichweber, trat ge⸗ heimnißvoll herein und ſagte zu dem Oberdechanten:

„Ihr habt mir ſo eben in das Ohr geflüſtert, ich ſolle raſch zu Euch kommen. Habt Ihr gute Nachrichten?“

„Außerordentlich gute,“ antwortete Geeraert, ſich entzückt die Hände reibend.„Setzt Euch, Calevoet, und ſprecht leiſe, man möchte uns hören; auf jeden Fall habe ich befohlen, daß man Niemanden meinem Zelte ſich na⸗ hen laſſe. Ach! Mher Jan, heute noch wird Flandern von ſeinem Verführer und Tyrannen befreit werden. Ich hätte das große Werk allein ausführen können, um dies Verdienſt mit Niemanden zu theilen; aber Ihr ſeid mein Freund, und wir haben bis jetzt gemeinſchaftlich für das Vaterland gewirkt.“

„Das iſt wahr; ich bin Euch dankbar für Euer Wohlwollen, aber ich glaube, Ihr ſchmeichelt Euch mit

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