Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde. 43

ein wachſames Auge auf den Sturm ſelbſt zu haben und, wo es ſich nöthig machte, hulfreich bei der Hand zu ſein.

In dieſem Theile des Lagers ſah man wenig Be⸗ wegung. Die Schützen der St. Jorisgilde probirten die Kraniche an ihren Bogen; die Targenträger ſtanden neben ihnen in Bereitſchaft mit dem Buckelſchilde, wel⸗ ches jedem Schützen vor den Leib gehalten werden mußte, oder halfen ihnen ihre Rüſtung anlegen, während man vor den übrigen Zelten hin und wieder einzelne Haufen zum Zeitvertreib mit Gutentags und Schwertern fech⸗ ten ſah.

Geergert Denys hatte die Dechanten, die Centeniers und die Conſtabel*), die unter ſeinem Befehle ſtanden, vor ſeinem Zelte verſammelt und ihnen Artevelde's Be⸗ fehl mitgetheilt. In dieſem Augenblicke ſandte er ſie zu ihren Leuten zurück und ſagte ihnen noch:

„Alſo, Geſellen, ich kann es Euch nicht genug ein— prägen, was Ihr auch ſehen mögt, folgt ſtets dem Ban⸗ ner von St. Joris. Ich werde ſtets neben demſelben ver⸗ weilen und Euch führen, wohin es ſich gehört. Laßt Euch durch keine Reiterei aus Euren Gliedern locken.... und daß mir Niemand in dieſer Hinſicht meine Befehle ver⸗ geſſe! Geht jetzt zu Euren Genoſſen und wahret vlämi⸗ ſchen Muth!“

*) Kraniche, ein eiſernes Inſtrument, mit welchem die ſtäh⸗ lernen Kreuzbogen geſpannt wurden. Targe(CTartſche), Schild, welchen ein Knappe vor einem Schutzen hertrug. Centenier, An⸗ fuͤhrer uͤber hundert Mann. Conſtabel, Oberſter von zehn Mann, in der Stadt Gaſſenmeiſter.