Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
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40 Jakob von Artevelde.

und zum Bündniß mit den Gentern zu vereinigen. Die⸗ ſer Verſuch glückte ihm auch vollkommen. Täglich trafen Abgeordnete von Brügge, Ypern, Thourout, Dixmude, Veurne und anderen Gemeinen in ſeinem Lager ein, um ſich mit ihm heimlich über die Bedingungen des Bünd⸗ niſſes zu verſtändigen. Außer Artevelde befanden ſich vor Bieroliet noch ſieben der gewandteſten Schöffen von Gent, und dieſe reiſten nach allen Richtungen, um den vaterländiſchen Muth überall anzufeuern, wo die An⸗ hänger Frankreichs denſelben noch unterdrückt hielten. Binnen Kurzem beſtand zwiſchen allen Städten Flan⸗ derns ein mächtiges Bündniß, bei welchem jede geſchwo⸗ ren hatte, ſich zu erheben und die Waffen zu ergreifen, ſobald der Fremdling es wagte, ſeinen Fuß auf vlämi⸗ ſchen Boden zu ſetzen. Die Stadt Gent wurde als der Mittelpunkt der Vereinigung anerkannt, deren Anord⸗ nungen man bis auf Weiteres Folge leiſten würde.

Sobald Artevelde ſeinen geheimen Entwurf ausge⸗ führt ſah, begann er ernſtlich auf die Mittel zu denken, um ſich Biervliet's zu bemächtigen. Seine Streiter murr⸗ ten täglich über ihre Unthätigkeit, und er fürchtete mit Recht, daß ihr Vertrauen und ihr Muth geſchwächt werden würden, wenn man ihnen noch länger den ſo feurig gewünſchten Kampf verweigerte.

Er beſchloß alſo zur großen Freude der Genter, einen allgemeinen Sturm zu unternehmen, mit ſeinen Kriegern die Feſtungsmauern zu erſteigen und ſich durch einen ent⸗ ſcheidenden Verſuch zum Herrn der Stadt zu machen.

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