Jakob von Artevelde.
Leligerds vereinigt den König von Frankreich bei dem Angriffe auf Gent, welchen er unternehmen wollte, zu unterſtützen. Dieſe fremden Söldner und Ritter gaben ſich gleichfalls für eine freie Schaar aus; doch konnte man an ihrer Zahl und ihrer Ausrüſtung unfehlbar wahrnehmen, daß ſie noch kürzlich im franzöſiſchen Heere geſtanden hatten.
An und für ſich ſelbſt konnte Biervliet, ſo ſtark ſeine Beſatzung auch ſein mochte, den Gentern nicht die min⸗ deſte Furcht für ihre Freiheit einflößen. Aber das Vor⸗ handenſein eines ſolchen Mittelpunktes lockte alle Le⸗ ligerds und Unzufriedenen der vlämiſchen Städte an, und erweckte bei den Gentern die Beſorgniß, daß ſich rings um denſelben eine mächtige Partei gegen ihre wie⸗ dergewonnene Freiheit bilden werde. Dies um ſo mehr, als durch Frankreichs Geld unter den Parteigängern gro⸗ ßer Ueberfluß herrſchte, und Viele, in Hoffnung auf ein luſtiges Leben und großen Gewinnſt, angezogen wurden, ſich zu den Leliaerds zu geſellen.
Artevelde hatte bereits die Zunahme der Beſatzung von Biervliet mit Kummer und Verdruß beobachtet; aber da er es ſich zur feſten Regel gemacht, das Geſetz und Recht der Gemeine nicht zu überſchreiten, blieb er un⸗ thätig gegen die feindliche Macht, überzeugt, daß die Le⸗ ligerds ihm dereinſt ſelbſt Veranlaſſung geben würden, ſie zu vernichten.
Dies war jetzt durch den Anfall auf Gent ganz nach ſeinen Wünſchen geſchehen. Die Gemeine konnte ſich nun
gegen ihre eigenen Feinde vertheidigen, und da dieſe als
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