Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
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34 Jakob von Artevelde.

Grauwthor, und ſo zum Muidethor hinaus, bis er ſich mit ſeiner Schaar auf der Straße von Biervliet be⸗ fand. Dort ließ er queer über den Weg die Weber ihre Gutentags mit dem unterſten Ende in die Erde pflanzen und in dichten Gliedern gleichſam eine eiſerne Mauer bilden, welche keine Reiterei zu durchbrechen vermochte.

Dann rief er dem Heere zu:

„Genoſſen, habt guten Muth! Sie, die uns an⸗ fallen werden, haben ſich berühmt, ſie würden an die Thore von Gent ſchreiben, wir ſeien Feiglinge. Wir

wollen ihnen nun zeigen, wie man in Gent ſolches Ge⸗

ſchwätz beantwortet.... Haltet Euch alle ſtill, und ſchweigt!“

Nachdem er dieſe wenigen Worte geſagt hatte, führte Artevelde die eine Hälfte ſeiner Streiter höher hinauf neben der Straße in ein Gebüſch, und gab Ghelnoot von Lens den Befehl, ſich mit der anderen Hälfte jen⸗ ſeits des Weges ebenfalls in einen Hinterhalt zu legen.

Kaum war dieſe Anordnung ausgeführt, als ſich auch ſchon die Reiter in der Ferne zeigten. Da ſie nur einen kleinen Haufen Bürger auf der Straße halten ſa⸗ hen, ſo ſprengten ſie deſto kühner vorwärts und glaub⸗ ten die Weber mit ihren Gutentags durch einen einzigen Anfall über den Haufen zu werfen. Als ſie daher bis auf einige Bogenſchüſſe wirklich genaht waren, gaben ſie ihren Pferden die Sporen und jagten ungeſtüm auf die Spitzen der Gutentags zu. Durch dieſes heftige An⸗ prallen kam allerdings einige Unordnung unter die We⸗ ber, und ſchon jubelten die Reiter, wie über einen Sieg.

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