Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
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angränzenden Straßen den Markt verließen, um ihre Waffen zu holen.

Einige Augenblicke nachher ſah man aus denſelben Straßen die Geſellen mit Gutentags, Kreuzbögen oder Schwertern herbeieilen. Der Zufluß wurde binnen Kur⸗ zem ſo groß, daß der Freitagsmarkt gleich darauf von Fahnen und Pongoenen(Fähnlein) von verſchiedener Farbe und Geſtalt bedeckt zu ſein ſchien. Jeder geſellte ſich zu dem Fähnlein ſeiner Gilde, und je nachdem neue Genoſſen hinzukamen, bildete man regelmäßige Glieder, wie man es ſtets unter ſolchen Umſtänden zu thun ge⸗ wohnt war.

Mittlerweile ſprengte in jedem Stadtviertel ein Rei⸗ ter durch die Straßen, das Blutbanner in der Hand, und ſchrie:„zu den Waffen! zu den Waffen!“ um die Bürger, welche zu dem Heere der Zünfte gehürten, nach dem Freitagsmarkte zu rufen.

Während nun die Zünfte ſich zum Kampfe rüſteten, ſtand Artevelde mit den Hauptleuten der Kirchſpiele, den Schöffen und Dechanten neben dem Hochhauſe. Zu lan⸗ gen Berathungen fehlte es an Zeit; auch war der Plan des Oberhauptmanns bald gebildet. Obwohl er voraus⸗ ſah, daß die Reiter von Biervliet aus die Stadt bei dem Muidethore angreifen würden, indem ſie auf den ande⸗ ren Seiten durch die Arme der Schelve und Leije daran verhindert waren, ſo ertheilte er deſſenungeachtet den Befehl, eine ſtarke Wache nach jenem Thore zu ſenden.

Er ſelbſt ſtellte ſich an die Spitze des größten Hee⸗ restheils und zog über die Ser Bodinsbrücke durch das

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