32 Jakob von Artevelde. Thränen in den Augen und ſprachlos, um Artevelde ge⸗ angränz ſchaart. Es fühlte, welcher Schmerz die Bruſt des wei⸗ Waffen ſen Mannes zerreißen mußte, und ehrte ſeine Pein, um Eini dieſe ſelbſt nicht durch einen einzigen Racheſchrei zu ſtören. Straßen Plötzlich erhob Artevelde das Haupt und horchte lächelnd Schwert auf ein fernes Geräuſch. Die Menge blickte gleichfalls zem ſo g erſtaunt nach oben. Da hörte man Perſemier auf dem Fahnen Glockenthume:„Feind! Feind!“ blaſen, und unmittel⸗ Farbe un bar darauf die eherne Stimme des Roland Sturm läu⸗ ſich zu de ten, daß ihre Klänge über die ganze Stadt hin Genoſſen ſchallten. wie man Es war ein ſchrecklicher, aber erhebender Augenblick, wohnt w als die Frauen und Kinder weinend und wehklagend ſich Mitt nach allen Seiten hin vom Markte entfernten, während ter durch die Männer mit aufgehobenen Armen:„Heil! Heil!“ und ſchrie riefen und ſich jubelnd um ihren Oberhauptmann ſchaar⸗ Bürger, ten, als habe der alte Roland ihnen ein Feſt verkündigt. dem Freit Plötzlich, indem noch Jeder zweifelhaft die Urſache Wäh des Sturms zu errathen ſuchte, kam ein Stadtbote von 3 ſtand Art dem Glockenthurme zu Artevelde geeilt, und ſagte haſtig: Schöffen! „Oberhauptmann! Perſemier ſieht eine Wolke Rei⸗ gen Berat ter auf der Straße von Biervliet nach der Stadt heran⸗ des Oberl ſprengen; ſie ſind jetzt in der Gegend von Everghem!“ ſah, daß „Ha, Freunde!“ rief Artevelde mit mächtiger Stim⸗ Muidetho⸗ me;„das ſind die Leliaerds von Biervliet! Jetzt wollen ren Seiten wir den ermordeten Segher rächen! Auf, Genter! zu verhindert den Waffen, zu den Waffen!“ Befehl, ein Dieſer Ruf war noch nicht einmal ganz ſeinem Er ſel Munde entflogen, als auch ſchon alle Männer durch die restheils 1
Jakob von
“


