Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

Der größere koſtet zehn Pfund Groot, den kleine⸗ ren wird man für drei Pfund laſſen.

Nun denn! ſprach Veerle, ſich zu Lieven wen⸗ dend und ihm den größeren Kranz zeigend;Ihr ſucht ſchon ſo lange nach einem Marktgeſchenk für mich; hier iſt eins, das mir gefällt! Seht zu, ob der Kaufmann ſich nichts von ſeinem Preiſe will abdingen laſſen.

Lieven Denys ließ Veerle's Hand fahren und ſenkte das Haupt, um die Röthe zu verbergen, welche ihm Stirn und Antlitz bedeckte.

Es iſt zu theuer, Veerle! ſeufzte er betrübt,ſo

viel Geld habe ich nicht in meiner Taſche.

O! rief Ghelnoot van Lens,ſoll der Wunſch der ſchönen Veerle um ſolcher Urſache willen unerfüllt bleiben? Ich muß ihr auch ein Marktgeſchenk machen. ſo will ich denn das Halsband kaufen; Lieven findet ſchon etwas Anderes.

Ein krampfhaftes Zittern ergriff Lieven; er warf einen blitzenden Blick auf Ghelnoot, der ihn erſtaunt anſah und die Urſache dieſes plotzlichen Zorns nicht be⸗ greifen konnte.

Mittlerweile hatte Veerle wieder Lieven's Hand an⸗ gefaßt, und fühlend, wie der Jüngling zitterte, begriff ſie auch, was in ſeinem Gemüthe vorging. Sie ſprach daher, wie verwundert:

Ei! Ihr verſteht mich nicht, oder ich habe Euch das Unrechte gezeigt. Meint Ihr, daß ich die ſchweren Perlen um den Hals ſchlingen wolle? Das i*ſt ein Kranz für eine alte Matrone! Die lieben kleinen Perlen will

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