24 Jakob von Artevelde.
ten golddurchwirkter Tücher ſtehen. Frau Artevelde hatte bereits mehr als einmal ein Stück mit Gold und Silber
durchmengt, beſehen und angefaßt. Artevelde, der unter⸗
deſſen mit dem Kaufmanne ſprach, hörte plötzlich hinter ſeinem Rücken eine Stimme ſagen:
„Was? Er würde mich nicht erkennen? Ich wette, was Ihr wollt, und ich werde ihn anreden, daß Ihr es Alle ſeht und hört; wartet nur, bis er ſich umdreht.“
Dieſe Stimme mußte Artevelde aufgefallen ſein; denn er wandte ſich mit freundlichem Lächeln zu den Handwerkern, die hinter ihm ſtanden, ging dann ge⸗ rades Weges auf Einen von ihnen zu, reichte ihm die Hand und ſagte:
„Ah, guten Tag, kühner Freund! Ich freue mich, Euch zu treffen. Erinnert Ihr Euch noch, daß Ihr mir ſagtet, es müſſe Blut oder Arbeit geben?“
Lieven Comyne's Hand zitterte vor Rührung in der des weiſen Mannes und er blickte ihm ſprachlos in die Augen, während ein Ausdruck des Glückes ſein Antlitz gleichſam erleuchtete.
„Arbeit iſt da,“ fuhr Artevelde fort,„Blut noch nicht! Aber wenn Flandern es verlangt, wird das gute Genter Blut ihm nicht fehlen, nicht wahr, Genoſſen?“
„Blut fehlen für das Vaterland?“ murrte der junge Blaufärber in hoöchſter Aufregung;„in Gent? Das wol⸗ len wir ſehen! Laß Perſemier vom Glockenthurm herab nur rufen: Feind! Feind! und Ihr werdet die Genter Löwen brüllen hören vor Freude!“
„Bis Flandern uns ruft, müſſen wir ruhig und
fröhlich hat,“ ſ ben, w J wortete ſtand u iſt hier Art deckers; „N „Il Freude! Si geſchwor Blut für „Brüder bis in de Lieve geſicht zu mächtige ſich übern aus den? Der vollen M Schulter: „Frex und Ihr dern das dert, werd


