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J on Arkevelde. 19
„Ich bewundere Eure Weisheit,“ ſagte der Ober⸗ ſchöffe.„In der That, auf dieſe Weiſe verliert Frank⸗ reichs ſchreckliche Waffe alle ihre Kraft. Doch weiß ich nicht, ob wir auch auf die anderen Städte Flanderns rechnen koͤnnen. Durch die Ertheilung von verderblichen Privilegien an Brügge und Ypern ſcheint der Graf die meiſten Vläminger von uns abgezogen zu haben; viel⸗ leicht wird Gent dem Unwetter allein Trotz bieten müſſen.“
„Möglich!“ antwortete Artevelde;„obwohl ich überzeugt bin, daß Flandern wie ein Mann aufſtehen wird bei der Annäherung des franzöſiſchen Heeres. Auf jeden Fall werde ich an der Spitze meiner heldenmüthi⸗ gen Genter nicht zaudern, dem franzöſiſchen Heere ent⸗ gegenzuziehen, mit der Hoffnung auf einen ruhmvollen Sieg; und ſollte hier der Erfolg das gute Recht Lügen ſtrafen, ſo rufen wir Eduard von England zu Hülfe, um uns den Ueberfall des flandriſchen Bodens rächen zu helfen. Er verlangt es nicht beſſer! O, Philipp von Valois weiß nicht, welches gefährliche Spiel er wagt; er weiß nicht, daß Flandern vielleicht den ächten König von Frankreich nach Paris führen wird!“
„Hab' Dank, Mher Jakob!“ ſprach der Oberſchöffe, von Neuem ſeinem Freunde die Hand drückend;„Ihr habt mir Ruhe und Muth wiedergegeben. Eine düſtere Zukunft hatte ſich vor meinem Geiſte ausgebreitet; Euer mächtiges Wort hat ein hoffnungsvolles Licht vor mei⸗ nen Augen entſtehen laſſen. Wohl denn! Vorwärts für Freiheit und Vaterland! Ich gehe, um Alles für die
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