Jakob von Artevelde.
geben; denn wir ſind ſelbſt gegen unſere Pflicht unſe⸗ rem Eide treu. Philipp von Valois iſt nicht König von Frankreich; Eduard von England allein kommt die fran⸗ zoſiſche Krone zu. Begreift Ihr, was das heißt, Ser van Vaernewyck?“ Der Oberſchöffe ergriff gerührt Artevelde's Hand und blickte ihm ſtumm in die Augen. „Was wir hier zu fürchten haben,“ fuhr der weiſe Mann fort,„iſt der nachtheilige Eindruck, den das Ausrufen des Bannes auf die Bürger von Gent aus⸗ uͤben kann. Nun denn, ich werde morgen früh zu dem Volke reden, und deſſen Gemüth waffnen gegen eine Nachricht, die es aus meinem Munde ſelbſt vernehmen ſoll. Verſammelt Ihr unterdeſſen heute gegen Abend die Schöffen auf dem Schöffenhauſe. Wir wollen ſo⸗ gleich Mher Jan van den Bosſche nach Luik(Lüttich) ſenden zu dem großen Gottesgelehrten daſelbſt, um uns Rathes zu erholen über die Berufung an den Papſt. Die Geiſtlichkeit iſt mit uns; wir wollen daher den De⸗ chanten der Chriſtenheit erſuchen, zu dem Biſchof von Doornik(Tournai) zu gehen, um Aufſchub des Urthels zu erlangen, bis der Beſchluß über unſere Berufung da iſt. Was auch geſchehe, der Zweifel über das Fortbe⸗ ſtehen des Bannes wird Flandern retten. Morgen ſchon befehle ich eine Waffenſchau des ganzen Heeres auf dem Kouter. Wir werden bereit ſein, Freund Maes; aber wir haben Zeit genug; man kommt nicht in einem Tage von Ryſſel nach Gent, namentlich wenn es unterweges
noch Vläminger giebt.“* „
„Ich ſchöffe.„ reichs ſchr nicht, ob rechnen köt Privilegien meiſten Vl leicht wird müſſen.“
„Mög überzeugt wird bei de jeden Fall gen Genter gegenzuzieh Sieg; und ſtrafen, ſo um uns de
zu helfen. Valois wei er weiß nich von Frankr
„Hab⸗ von Neuem habt mir R Zukunft hat mächtiges T nen Augen Freiheit und


