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Jakob von Artevelde.
unter Frankreichs Willen? Geſetzt auch, wir wenden den erſten Angriff des Feindes ab. Wir ſind nicht weit von der heiligen Woche; es wird keine Meſſe in Flan⸗ dern geleſen werden; Niemand wird zur Beichte oder Communion gehen dürfen. Glaubt Ihr, daß Flandern Widerſtand bis nach Oſtern leiſten kann? O, der fran⸗ zöſiſche König iſt argliſtig und böſe; er fürchtet unſere Waffen und bekämpft uns durch die Religion!“
Artevelde hatte mit tiefem Nachdenken den Worten des Oberſchöffen zugehört. Vielleicht ergriff auch ihn ein Gefühl von Angſt, obwohl man auf ſeinem ruhigen und ſinnigen Antlitz nichts davon merken konnte.
„Sollte der heilige Vater zu dieſem Verdammungs⸗ urtheil beſonderen Befehl gegeben haben?“ fragte er. „Das ſcheint mir unmöglich.“
„Das iſt auch nicht nöthig,“ antwortete Ser van Vaernewyck.„Als der franzöſiſche König von dem Papſt erſucht wurde, einen Kreuzzug gegen die Heiden zu unternehmen, verſprach er es unter der Bedingung, daß die Vläminger ihm Treue ſchwören ſollten. Die Gemeinen von Flandern, welche damals keine Macht hatten und dieſes Opfer für das Heil des Chriſtenthums bringen wollten, haben den Eid in die Hände des Pap⸗ ſtes abgelegt, und der heilige Vater verlieh den Köni⸗ gen von Frankreich eine Bulle, kraft welcher ſie Flan⸗ dern bei dem mindeſten Ungehorſam durch die franzöſt⸗ ſchen Biſchöfe in den Bann thun können. Die franzöſi⸗ ſchen Könige haben den Kreuzzug nicht unternommen, dagegen aber ſeit 1309 die Bulle des Papſtes heimlich
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