Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

In der Mitte des Marktes und rund um den Sanct Jakobskirchhof bis ans Sanct Jan⸗ten⸗-dulle ſtanden lange Reihen von Buden, Zelten und höͤlzernen Läden, zum Theil noch geſchloſſen und jedenfalls ohne ausge⸗ legte Waaren. Man ſah hier Kaufleute aus allen Län⸗ dern, ja ſelbſt aus dem Orient, wie man das merken konnte an zwei Kameelen, welche neben dem Thürmchen des Collatieſöllers knieten und von ihren Herren abge⸗ laden wurden. Da waren Oſterlinge von der Oſtſee, Deutſche aus Köln, Florentiner aus Florenz, und Män⸗ ner vieler anderen Nationen mehr, ſo daß man bei den Läden und Buden die verſchiedenſten Sprachen hören konnte.

Die raſche Wiederkehr des Handels und Gewerb⸗ fleißes erfreute die Genter auf das Höchſte. In ihrem Entzücken über den unverhofften Reichthum des Jahr⸗ marktes brachten ſie den fremden Kaufleuten und deren Dienern ganze Kannen Weins aus den umliegenden Tavernen: vorzüglich umringten ſie die Engländer und Franzoſen mit den Beweiſen ihrer Freundſchaft; die Erſteren aus Dankbarkeit, weil die Einfuhr engliſcher Wolle wieder freigegeben war; die Anderen, um ihnen begreiflich zu machen, daß Flandern keinen Haß gegen das franzöſiſche Volk hege, obwohl es jetzt um der Frei⸗ heit und der Nahrung willen ſich gegen den franzöſiſchen König gewaffnet habe. Nichts war ergötzlicher zu hören und zu ſehen, als die Genter Bürger, wie ſie in gebro⸗ chener Rede und mit vielfältigen Geberden dies Alles den Fremden begreiflich zu machen ſuchten. Dieſe ver⸗