Jakob von Artevelde.
Die anderen Gäſte ſtanden gleichfalls auf, und nach⸗ dem Jeder ſeine Zeche bezahlt hatte, gingen ſie Alle zuſammen aus dem Hauſe, wandten ſich um die Ecke der Wandelſtege nach dem Freitagsmarkte und dräng⸗ ten ſich durch das Volk durch, um die Mitte deſſelben zu erreichen.
Der Anblick, welchen der Freitagsmarkt jetzt in ſei⸗ ner weiten Fläche dem Beſchauer darbot, war heiter und ſchön und machte das Herz vor Freude klopfen. Die ganze Ebene war von dem umherziehenden Volke bedeckt, das in Familien getheilt, Vater, Mutter und Kinder, von der einen Seite nach der andern zog und wartete, bis von dem Hochhauſe herab der freie Jahrmarkt aus⸗ gerufen wurde. Junge Zunftgeſellen liefen ſingend hau⸗ fenweiſe über den Markt und begrüßten ſich von ferne mit dem Ruf:„Freiheit und Nahrung! Haltet vlämi⸗ ſchen Muth!“ Aus allen Winkeln erhob ſich Geſang und Jauchzen, während unter den minder ausgelaſſenen Bürgern ein heiteres Gemurmel und Geſchwätz herrſchte.
Alle Bürger und Zunftgenoſſen hatten ihre Sonn⸗ tagskleider angelegt und ſchritten nicht ohne Stolz neben ihren geſchmückten Frauen und Kindern einher. Auf dem Antlitz eines Jeden glänzte Freude und Zufrieden⸗ heit; Heiterkeit und Muth klangen in jeder Stimme. Auf dieſes Bild des beglückten Volksgewimmels ſandte eine helle Sonne heiteren Glanz und beleuchtete mit ih⸗ ren Strahlen dieſes bunte und farbenſatte Schauſpiel.
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