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Jakob von Artevelde. 7
Alle thaten Beſcheid und ſetzten ſich dann wieder hin.
„Aber,“ bemerkte ein Böttcher,„wenn das ſchöne Wetter in Gent nur dauerhaft iſt! Es ſcheint, daß der franzöſiſche König ſich anſchickt, um mit einem furcht⸗ baren Heere gegen Flandern zu ziehen, und es muß wohl Etwas daran ſein, da die Leliaerds und die Franzoſen von Biervliet ſich gerühmt haben, ſie werden dieſer Tage mit ihren Schwertern an die Thore von Gent ſchreiben, daß wir Bauern und Feiglinge ſeien.“
„Mögen ſie nur bald kommen!“ lachte Lieven;„ſie ſollen ſchon ſchmecken, welcher Unterſchied zwiſchen dem Waſſer der Leije und dem der Schelde iſt. Unſere Gu⸗ tentags ſtehen ſchon lange hinter unſeren Thüren und roſten.... Und was bedeutet die Beſetzung von Bier⸗ vliet? Einige hundert Reiter! Bei dem erſten Stoße wirft Gent zehn Mal ſo viel um.“
„Man ſagt, es ſeien vor drei Tagen dreitauſend franzöſiſche Soldaten hineingezogen.“
Lieven wollte Etwas antworten; da ſah er aber den Strohdecker aufſtehen und das Zimmer verlaſſen. Er rief ihn zurück und ſagte:.
„Warte noch, Jan, ich gehe mit; bleibe noch einen Augenblick!“
„Nein, nein!“ antwortete der Strohdecker;„es iſt Zeit; man wird gleich den freien Jahrmarkt ausrufen, und ich will dabei ſein. Das ſieht man nicht alle Tage.“
„In der ThatV ich hätte faſt die Stunde vorbeigehen laſſen,“ ſagte Lieven, und näherte ſich der Wirthin, um zu bezahlen.


