8hr, mit Kopfhaar
ungefähr ähen und rigen zu⸗ it Wein des Lied, g.
en Hän⸗ d in die
ren, ihre han!“
verlang⸗ , rief er
weiſen in, wie⸗ tiefge⸗
vährend dryſtalle
Jakob von Artcvelde.
„Wir glaubten, wir wären ſchon ganz fröhlich,“ ſagte einer der Sänger;„aber es ſcheint, Lieven, als verſtändet Ihr es noch beſſer, als wir.“
„Das glaube ich wohl,“ rief der junge Blaufärber; „ſchon daß ich den Mohren ſehe, macht mich Freuden⸗ thränen weinen. Ach! der Afrikaner muß aus meinem Becher trinken.“
Indem er dies ſagte, lief er wirklich auf den Mohren zu und bot ihm ſein irdenes Trinkgefäß an, mit raſchen Worten zu ihm redend:
„Seht Ihr wohl, Mher der Mohr? Im freien Gent find alle Menſchen Brüder, weiß oder ſchwarz, das iſt ganz gleich. Trinkt mit Eurem Freunde Lieven, und er⸗ zählt in Eurem Vaterlande, was für gute Jungen die Genter ſind! Kommt Ihr nicht aus dem Morgenlande mit den beiden Kameelen, die auf dem Freitagsmarkte ſtehen?“
Obwohl der Afrikaner nicht verſtand, was jener ihm ſagte, ſo las er doch auf dem Geſichte des jungen Man⸗ nes, der ihn anredete, daß dieſen ein wohlwollendes Ge⸗ fühl und keinesweges Spottſucht dazu trieb. Mit freund⸗ lichem Lächeln zeigte der Schwarze ſeine glänzend weißen Zähne und nahm den Becher aus der Hand des Genters; doch gab er ihn eben ſo raſch wieder zurück und ſchüttelte den Kopf, zum Zeichen, daß er nicht trinken wolle.
„Wein iſt ihm verboten,“ bemerkte ein alter Bür⸗ ger;„ſo will es Mahomed's Geſetz.“
„Nun, ſo laßt Bier bringen!“ rief Lieven dem Wirthe zu.
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