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Jakob von Artevelde.
Im hinterſten Winkel ſaß ſogar ein junger Mohr, mit pechſchwarzem Angeſicht, dickem und krauſem Kopfhaar und einem goldenen Ring in der Naſe.
In der Nähe des Einganges verweilten ungefähr zehn Zunftgeſellen, welche ungemein luſtig ausſahen und für ſich allein mehr Lärm machten, als alle Uebrigen zu⸗ ſammen. Sie ließen ihre Becher wiederholt mit Wein füllen und ſangen hin und wieder ein fröhliches Lied, deſſen mächtiger Schall bis auf die Straße drang.
Einer von ihnen endete das Volkslied:
„Nach Oſterland wollen wir fahren,
Nach Oſterland wollen wir ziehn,“ als ein kräftiger Geſelle, den man an ſeinen blauen Hän⸗ den als einen Färber erkennen konnte, jauchzend in die Schenke trat und rief:
„Friſch, Wirthin! auf! vom beſten Wein!“
„Lieven, Lieven Comyne!“ riefen die Anderen, ihre Becher zu ihm emporhebend,„hier, Beſcheid gethan!“
Die Wirthin reichte dem Eintretenden den verlang⸗ ten Wein, und ſich zu ſeinen Freunden begebend, rief er mit ausgelaſſener Freude:
„Heil, Heil dem freien Gent! Heil dem weiſen Manne! Flandern den Löwen!“
Alle Gäſte in der Schenke, ſelbſt die Fremden, wie⸗ derholten begeiſtert dieſen Ruf.
Liepen's Antlitz offenbarte alle Kennzeichen tiefge⸗ fühlter Freude. Ein heiteres Lachen glänzte fortwährend
auf demſelben, während ſeine Augen wie helle Kryſtalle funkelten.
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