Teil eines Werkes 
1 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artebelde.

ausſtoßen hören und ihn jetzt gefühllos gegen den ihm zugefügten Hohn fand. Er vermuthete hier Heuchelei oder Spott und ſagte, indem er die Kappe aufſetzte und nach der Thür ging:.

Schon gut, Mher Geeraert Denys! Wenn Ihr auch die gute Sache verleugnet und verlaßt, es giebt in Gent, Gottlob! noch genug Männer, welche die Macht haben, ihr Vaterland zu retten und die Betrüger zu entlarven. Seid verſichert, man wird Euch nicht um Erlaubniß bit⸗ ten. Wenn Ihr das Herz verloren habt, ſo mögt Ihr Euch auch zu den Feigen geſellen; Ihr ſeid um kein Haar breit von Gurem Wege abgewichen. Es wird lange wäh⸗ ren, ehe Ihr mich hier wiederſehet....

Bei dieſen Worten öffnete er die Thür und verließ das Gemach. Geeraert Denys ſtand eilig von ſeinem Stuhle auf und folgte ihm in das Vorzimmer, wo ſie von Neuem in einen langen Wortwechſel geriethen.

Anfangs konnten Frau Denys und ihr Sohn noch ſehr wohl die Vorwürfe hören, welche Calevoet dem Oberdechanten machte; aber was dieſer mit minder lau⸗ tem Tone ihm antwortete, verſtanden ſie nicht. Endlich flüſterten Beide nur, ſo daß man im Zimmer nichts mehr hören konnte als ein anhaltendes Gemurmel. Nachdem Lieven eine geraume Zeit gelauſcht hatte, aus Furcht, daß der Streit im Vorzimmer ärger würde, wandte er ſeine Auf⸗ merkſamkeit wieder ab und ſagte freudig zu ſeiner Mutter:

Seht Ihr nun wohl, daß Alles unwahr iſt, und daß der Vater die Leidenſchaft des heftigen Calevoet nicht theilt? Ich wußte wohl, daß ich mich nicht täuſchte. Um

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