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Jakob von Artevelde.
Euch einen blutigen Schimpf zugefügt, und Ihr ſeid nicht wüthend? Oder habt Ihr mich zum Beſten?“
„Ich bin durchaus nicht erzürnt, Freund Calevoet!“ ſagte Denys mit noch größerer Ruhe;„hätte man mich zum Oberhauptmann gewählt, ſo würde ich allerdings den Weg eingeſchlagen haben, auf welchem die Gemeine Freiheit und Macht finden kann; aber das Volk hat zu entſcheiden und hat nach ſeinem Willen gehandelt.“
„Und das könnt Ihr ertragen?“ fragte Calevoet erſtaunt und verletzt;„Ihr laſſet Cuer Vaterland durch Betrüger erniedrigen, den Webern durch die Walkmüller auf den Kopf treten, und Euch ſelbſt ſo verkennen? Ach, Denys! Denys! ich habe beſſer von Euch gedacht. Jetzt, da er mächtig wird, zieht Ihr Euch zurück und laßt Eure Freunde ſitzen? Das iſt doch auch kein Beweis des ſtäh⸗ lernen Herzens und des eiſernen Arms, von dem Ihr gewohnt ſeid zu reden?“
„Sobald das Volk ſeinen Irrthum einſieht, werdet Ihr Denys erkennen, Mher Calevoet. Er wird ſich opfern für das Glück Derjenigen, die jetzt ihr Vertrauen einem Andern geſchenkt haben, und auf dieſe Weiſe zeigen, daß Großmuth ihn beſeelt.“
„Und jetzt! jetzt!“
„Jetzt will er ſich die Dinge anſehen.“
Der Dechant der Zwillichweber trat wüthend auf den Heerd, daß die Aſche wie Rauch zwiſchen ſeinen Fü⸗ ßen emporflog. Er konnte nicht begreifen, was im Her⸗ zen des Oberdechanten vorgegangen ſei, da er ihn noch au Morgen ſo harte Drohungen gegen Artevelde hatte


