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2 Jakob von Artevelde. „Mher Jakob von Artevelde iſt faſt einſtimmig zum Oberhauptmann erwählt worden,“ antwortete Gee⸗ raert kalt.
„Habe ich es nicht vorausgeſagt? In St. Michiels iſt es Pieter van den Hovene, ein Ritter!“
„In St. Jakobs Willem van Vaernewyck, der Bru⸗ der des Oberſchöffen.“
„Wiederum ein Ritter, Oberdechant! Das heißt Volksmacht!“
„In St. Nicolaes hat man Ghelnoot van Lens ge⸗ wählt; in St. Maertens⸗-Ackerghem Willem van Huſe.“
„So!“ rief Calevoet wüthend,„Ghelnoot van Lens, der ganze Tage bei Artevelde im Hauſe ſteckt, Willem van Huſe, den Vorſteher der Walkmüllergilde! Mich dünkt, daß man der Weberei etwas zu vermeſſen in's Angeſicht ſchlägt. Es iſt eine abſcheuliche Verſchwörung; aber es ſoll nicht dabei bleiben! Nein, und müßte die halbe Stadt in Flammen aufgehen, es ſoll nicht ſo blei⸗ ben, ſage ich!“
„Es iſt nun einmal ſo,“ bemerkte der Oberdechant; „man muß abwarten, was daraus wird, Mher Cale⸗ voet! Obendrein gehört ja doch Mher Artevelde immer zu den Webern.“
Denys' kühles Benehmen überraſchte den Dechanten der Zwillichweber, und er fühlte ſich um ſo mehr ver⸗ letzt, als ihn Lieven und deſſen Mutter triumphirend anblickten.—
„Wie!“ rief er dem Oberdechanten zu;„man hat Euch eines Rechtes beraubt, das Euch zukam; man hat
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