m Kerker er retten, ch, wenn en wagte ne Feig⸗ fer nicht zeiſt und denſchaf⸗ richt auf n Flan⸗
ent von e. lauben, vergeßt, ruffahrt ne enge un ſagt er noch Eurer enblick⸗ chwelle
e, und
be mich 8, weil
Haſſe
Zuträ⸗
Jakob von Artevelde. 101
gereien gemacht zu werden. Mein Vater iſt ein Freund von Mher Jakob!“
„Ein Freund von Mher Jakob?“ lachte Calevoet;
„ich glaube wahrhaftig, Lieven, Ihr verliert den Ver⸗ ſtand. Ihr werdet es hören, wenn Euer Vater nach Hauſe kommt, wie er nach Rache ſchreit gegen den Herrſchſüch⸗ tigen, der ihn ſeines Rechtes beraubt, um uns Allen den Fuß auf den Nacken zu ſetzen. Aber wartet.. 7
Der Dechant der Zwillichweber wollte in ſeinen Be⸗ ſchuldigungen gegen Artevelde fortfahren, hörte jedoch die Vorderthür öffnen und ſagte:
„Ach, da iſt er! Jetzt werdet Ihr ſchon andere Dinge hören.“
Es war in der That Geeraert Denys, der in das Vorgemach trat und dort bei dem erſten Schritte das Dienſtmädchen rauh aus dem Wege ſtieß. Auf ſeinem Antlitz hatte ſich ein tiefer Verdruß gelagert, und ſeine Augen ſchienen vor Wuth zu glühen. Sobald er ſich jedoch der Thür des Hinterzimmers näherte, verſchwand plötzlich der zornige Ausdruck von ſeinem Geſicht; ein gemachtes Lächeln nahm deſſen Stelle ein, das, wenn es auch nicht minder bitter war, doch natürlich genug ſchien, um ſeinen Hausgenoſſen zu verbergen, welche Leiden⸗ ſchaften in ſeinem Buſen wühlten. In das Zimmer tre⸗ tend, grüßte er Jeden leichthin, indem er Kappe und Mantel abwarf.
„Nun, Mher Geeraert!“ fragte Calevoet aufſtehend, „wie iſt es gegangen im St. Janskirchſpiele? Da ich Euch lächeln ſehe, fange ich an zu zweifeln“


