ten Freund etzt bereits Hungers⸗ ſchreit das ühlte wäh⸗ uth genug, in Mann, fänden für aus ſeiner ieſenhaften Gedeihen underbarer ten begabt ollbringen. res Vater⸗
Bürger in 2 zu rufen von dem ernünftiger eidiger zer⸗ ! Wüthe⸗ Muth hat, reiheit und ſein Haupt erns Frei⸗ wäre, um rafen, wer wohl nicht,
Jakob von Artevelde. 99
Mher Calevoet! Nein, es iſt der weiſe Mann, deſſen Blut ſtrömen würde, um für Flandern zu büßen!“
„Wohl geſprochen, Lieven!“ rief die Mutter trium⸗ phirend;„Mher Calevoet mag das in die Taſche ſtecken; das wird ihm lehren, Deinem Vater den Kopf mit Thor⸗ heiten und Grillen vollzuſtopfen.“
Der Dechant der Zwillichweber hatte lachend die Worte des Jünglings angehört, obwohl ſie ihn inner⸗ lich verdroſſen.
„Oho, Lieven!“ antwortete er;„Ihr behaltet die Lehren Mher Jakob's ſehr gut. Es ſcheint, daß Ihr auch ziemlich viel ſchöne Worte kennt; aber das macht es Alles nicht aus. Ihr ſprecht etwas kühn, Jüngling, und ich könnte mich beleidigt fühlen durch Eure höhniſchen Re⸗ den; aber ich will es gern vergeſſen, indem ich bedenke, daß Ihr von öffentlichen Angelegenheiten wenig verſteht. Ihr werdet ſpäter noch lernen, daß der Schein trügt und Worte nichts als Worte ſind; zum Beiſpiel, man hat Mher Jakob gerathen, mit einem ganzen Heer Ru⸗ pelmondeſtein zu belagern, um Segher de Cortrazyn mit Gewalt aus dem Kerker zu befreien; er will es aber nicht, und ſagt, daß dieſer Zug Alles in Gefahr brin⸗ gen würde. Segher de Cortrazyn iſt ſein eigener Schwie⸗ gervater, und doch wagt Mher Jakob nicht, deſſen Be⸗ freiung zu verſuchen. Iſt das nicht eine unerhörte Feig⸗ heit?“
„Daran erkenne ich das edle Gemüth des weiſen Mannes,“ rief Lieven, wie von Bewunderung ergriffen; „Ihr glaubt alſo, daß er das Volk aus dem Schlafe
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