Jakob von Artevelde.
„Es thut mir weh, Mher Calevoet! einen Freund meines Vaters ſo reden zu hören. Es iſt jetzt bereits ein Jahr, daß Flandern mit der ſchrecklichſten Hungers⸗ noth zu kämpfen hat. Seit einem Jahre ſchon ſchreit das Volk nach Erlöſung und Nahrung; Niemand fühlte wäh⸗ rend der ganzen Zeit in ſich Verſtand und Muth genug, um das Vaterland zu retten. Nun kommt ein Mann, der es wagen durfte, Leben und Gut zu verpfänden für das allgemeine Beſte. Er ruft das Volk aus ſeiner Muthloſigkeit empor; er entwirft einen rieſenhaften Plan, um Flandern durch eine einzige That Gedeihen und Nahrung zu geben, und beweiſt mit wunderbarer Beredſamkeit, daß Gott ihn mit Geiſteskräften begabt habe, die nöthig ſind, um das edle Werk zu vollbringen. Das Volk jauchzt ihm zu als dem Retter ſeines Vater⸗ landes und freut ſich über ſeine ſichere Erlöſung..... Und in ſolchem Augenblick wagen es einige Bürger in unglaublicher Verblendung, gegen ihn Rache zu rufen und von Betrügerei zu ſprechen. Daß man von dem weiſen Manne zu ſagen wagt, er ſei ein unvernünftiger Wütherich! Unvernünftig? Er, der ſeine Beleidiger zer⸗ ſchmettern kann mit der Macht ſeines Geiſtes! Wüthe⸗ rich? Mher Jakob von Artevelde, der den Muth hat, die Rache und den Haß aller Feinde der Freiheit und des Vaterlandes auf ſich zu laden, und der ſein Haupt auf den Richtblock legt, zum Pfande für Flanderns Frei⸗ heit! Ach! wenn Frankreich mächtig genug wäre, um die Gemeine wegen ihres Aufſtandes zu beſtrafen, wer würde das erſte Schlachtopfer ſein? Ihr doch wohl nicht,
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