Teil eines Werkes 
1 (1849)
Entstehung
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96 Jakob von Artevelde.

eines Schwätzers willen, der nichts kann als ſchönreden? Im St. Janskirchſpiel ſoll man einen andern Haupt⸗ mann als Mher Denys wählen dürfen?

Nun denn! was habe ich Dir geſagt? fragte Frau Denys ihren Sohn;da haſt Du's ja! Mher Denys muß Oberhauptmann werden: haſt Du in Deinem Le⸗ ben ſo Etwas gehört?

Da ſie ſah, daß Lieven beſiegt und gleichſam beſchämt die Augen niederſchlug, wandte ſie ſich zu Calevoet und ſagte ſpöttiſch:

Es wäre beſſer, Mher Calevoet, man ließe meinen Mann zufrieden, und ſetzte ihm nicht dergleichen Poſſen in den Kopf. Vielleicht wolltet Ihr zum Hauptmann in St. Michiels erwählt werden, und da möat⸗Str Such ſelbſt darum bekümmern, ohne her Herrn Denys aufzu⸗ hetzen und ihn noch düramer zu machen, als er ſchon iſt.

Ja, Ver Denys! wenn Artevelde gewählt wird, da werdet We. ſehen, wen das am meiſten verdrießt; dann wede ich noch wie ein Schaf neben Mher Denys aus⸗ ſehen. Macht Euch nur auf ein ſchreckliches Unwetter gefaßt; er iſt im Stande, vor Wuth ein Unglück anzu⸗ richten, und er hat Recht; ſolchen Hohn ertrigt man nicht, ohne daß das Blut vor Zorn aufflammt.

Ha, ha! lachte Frau Denys,wenn das wahr

ſieht man Euch Beide heute noch Hand in Hand 35 Sanct Jans Tollhauſe wandeln; denn, bei meinem ehrlichen Wort! Ihr ſeid alle Beide verrückt 24

Ich weiß wohl, Ver Denys! ſagte Calevoet er⸗ zürnt,daß die Frauen von Gemeindeſachen nichts be⸗

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Jakob von