Teil eines Werkes 
1 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

Sanct Jans Tollhauſe ſitzen müßten. Er und Dein Vater ſind zwei Narren unter einer Kappe. Er kommt auch nur, um Deinen Vater außzuhetzen.

Jan Calevoet trat mit einer allgemeinen, doch kalten Verbeugung herein, warf ſeine Kopfbedeckung ab, nahm einen Stuhl und ſetzte ſich unter den Schornſtein, wäh⸗ rend er einen Gruß murmelte.

Der Dechant der Zwillichweber war kurz von Geſtalt und hatte in ſeinem ganzen Weſen nichts, das die Auf⸗ merkſamkeit erregen konnte, als ungemein kleine Augen, eine platte Stirn und große dünne Ohren, die am Kopfe angeklebt zu ſein ſchienen. Man würde dieſes Geſicht für den äußeren Abdruck der Unbedeutendheit und des Stumpfſinns angeſehen haben, hätten ſeine gekniffenen Lippen, ſein ſpitzer Blick und ſein geziertes Benehmen nicht eine Miſchung von Einbildung und Dummheit er⸗ rathen laſſen.

Nachdem er ſich behaglich bei dem Feuer hingeſetzt, rief er erzürnt:

Ach, Ver*) Denys! ſo kann es nicht bleiben!

Was kann nicht ſo bleiben? fragte ſie.

Ich ſage Euch, es darf nicht ſo bleiben! wieder⸗ holte der Dechant der Zwillichweber, indem er mit dem Fuße in die Aſche ſtieß.

Sachte, Mher Calevoet! lachte Frau Denys; gegen wen oder gegen was zieht Ihr denn zu Felde? Eure Rede würde für uns verſtändlicher ſein, wenn es

*) Altvlämiſch für Frau.

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