Teil eines Werkes 
1 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Jakob von Artevelde.

Ach! Ihr meint, daß ich ihn nöthig habe! ent⸗ gegnete der halbbetrunkene Muggelyn.Er iſt es, der mich nöthig hat! Ich nehme mir hier einen Stuhl, Frau, und während ich ſeine Rückkehr erwarte, möchte ich wohl Etwas trinken; denn ich habe ſchrecklichen Durſt von all'

dem Laufen und Rennen für unſeren Freund. Füllt die

Kanne nur voll, ich thue Euch ſchon zweimal Beſcheid. Ich ſah nie ſo rothen Mund, Noch auch ſo liebliche Augen, Als ſie hat, die mich hat verwund't. Kommt, bringt die Kanne, ich ſinge Euch das ganze Lied; es wird Euch die Zeit verkürzen.

Frau Denys ſtemmte die Arme in die Seite und glaubte den Ribaudenkönig mit Scheltworten aus dem Hauſe treiben zu können; aber jetzt ſah ſie ihren Sohn plötzlich erbleichen und vor Zorn zittern wie ein Schilf⸗ rohr; ſie ſchwieg daher und näherte ſich Lieven, um ihn zu beruhigen, allein der Jüngling rief mit unterdrück⸗ ter Wuth dem verwunderten Muggelyn zu:

Ribaud, Ihr ſeid hierher gekommen ohne Urlaub und bleibt hier gegen unſern Willen? Wißt Ihr, welche Strafe darauf ſteht, ſo die Wohnung eines freien Bür⸗ gers von Gent zu ſchänden?

Iſt das der Wein, oder mindeſtens das Bier, mit dem Ihr mich tractiren wolltet? ſcherzte Muggelyn.

CEs ziemt ſich nicht zu ſpotten, fuhr Lieven fort; ich ſage es Euch nicht zum zweiten Male. Entfernt Euch ſchnell, oder ich hole Zeugen herbei. Wenn Ihr alſo nicht wollt, Mher Muggelyn, daß die Obrigkeit ſich da⸗

mit l Fried

ausri Das len fi Vater mache 5 ten ur ter,

Wohr genbli ſage i denköt als de wollte nes T keinen iſt He Augen alſo 1 könig ſeiner werde