Teil eines Werkes 
1 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde. 89

Urſache des Lärms zu erfahren, erſchien im Hinterzimmer Jemand, der keck vorging, während er ſehr ſchnell mit ſich ſelbſt redete:

Na, es ſcheint, als ob mein Freund Geeraert ſei⸗ nen Dienſtboten nicht gelehrt habe, was ſie einem Könige ſchuldig ſind; mich warten zu laſſen zwiſchen den einfäl⸗ tigen Haufen Tuch! Wäre es noch bei einer Kanne Wein! Ach, von Wein zu reden, ich glaube, der Oberdechant muß in dieſer Stunde ſchrecklichen Durſt haben. Wenn ihm jetzt die Kehle nicht brennt, da kann er es ſein gan⸗ zes Leben lang aushalten, ohne zu trinken.

Mit einer Art von trauriger Neugier betrachteten Lieven und ſeine Mutter den Mann, der dies murmelnd, die Hand in die Seite geſtemmt, ſich ihnen taumelnd näherte.

Was wollt Ihr von uns? fragte Lieven in einem Ton, der deutlich zeigte, dieſer Beſuch ſei ihm nicht an⸗ genehm.

Ha, ha! lachte der Andere,hätte man mir denn ohne mein Wiſſen meine Geſtalt verwechſelt, daß man den fröhlichen Ribaudenkönig nicht mehr kennt?

Nun denn, was verlangt Ihr? wiederholte Lieven.

Wenn ich mich nicht täuſche, ſeid Ihr der Sohn meines würdigen Freundes Denys, ſprach der Ribau⸗ denkönig mit ſeinem beſtändigen Lachen;Euer Vater iſt alſo nicht hier?

Nein, nein! rief die Mutter,er iſt nicht hier; wollt Ihr ihn ſprechen, ſo kommt in ein paar Stunden wieder.