denn die zierungen s Eigen⸗ zu über⸗ entfalten. Weber⸗ zwiſchen it großen Wollen⸗
die ſchöne den. Der Fenſtern ehen, ſo⸗ e hundert
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n der By⸗ den Denys prächtigen ngab, ſtach hrer gerin⸗
Jakob von Artevelde. 85
gen Kleidung ab. Obwohl ſie hier als Herrin gebot, ſo würde man ſie doch eher für eine Dienſtmagd gehalten haben. Sie ſaß auf einem jener koſtbaren Stühle unter dem Schornſtein und ſpann Flachs an einem ſchnurren⸗ den Rade, während ihr Sohn neben ihr an einem Tiſche damit beſchäftigt war, einige Rechnungen durchzugehen.
„Wie glücklich iſt es, Lispen!“ ſprach die Mutter, „daß Du in St. Baefsſtede in die Magiſterſchule gegan⸗
gen biſt. Es giebt Klerken, die nicht ſo gut ſchreiben und rechnen können wie Du. Wir können dem Himmel da⸗ für danken; denn wenn Du die Geſchäfte nicht beſorgteſt, ſo würden ſie bald in einer ſchönen Verwirrung ſein. Dein Vater, der hochmüthige Thor, kümmert ſich um nichts mehr.“
„Wozu ſollte er es auch, Mutter?“ antwortete Lie⸗ ven.„Er hat ſein ganzen Leben geſorgt und gearbeitet, da iſt es recht, daß er nun auch ausruhe, um ſo mehr, da ich recht gut dazu paſſe.“
„Habe ich dergleichen in meinem Leben geſehen!“ entgegnete die Mutter;„das geht nach der Byloke, und ſpricht und raſt über Sachen, wovon er eben ſo wenig verſteht, wie mein unſchuldiges Spinnrad da! Er hat das Geld mit ſaurer Arbeit gewonnen, und es wäre beſſer, daß er es nun genöſſe, ohne ſich viel Leid und Kopfbrechen zu ſuchen. Das läßt ſich verbannen wie ein Schelm, um ſeinen freien Schwatz zu haben über Dinge, die uns nichts angehen!“
„Ach, Mutter! Ihr redet immer ſo; aber das ge⸗ ſchieht nur zum Spaß, nicht wahr?“ antwortete Lieven.


