Teil eines Werkes 
1 (1849)
Entstehung
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80 Jakob von Artevelde.

„Ja, Muggelyn! Und den engliſch Geſinnten, daß er dem Könige angeboten hat, ihm Flandern auszulie⸗ fern, wenn man ihn zum Marſchall von Flandern ma⸗ chen wollte.“

„Recht! Den franzöſiſch Geſinnten, daß er Flan⸗ dern an England verkaufen will. Es iſt überflüſſig, Mher Denys, daß Ihr noch länger davon mit mir redet. Das Mittel, deſſen wir uns bedienen wollen, iſt ſo alt, wie die Welt, und man müßte erſt geſtern geboren wor⸗ den ſein, um es nicht zu kennen. Wer das Opfer deſſel⸗ ben wird, nennt es eine Ehrenſchändung; aber bei Licht betrachtet iſt es doch nur eine Waffe, die man gebraucht, wenn der Feind zu groß und zu mächtig iſt.... Es verſteht ſich von ſelbſt, nicht wahr? daß ich von Euch alles mögliche Gute ſagen und beweiſen muß, daß Ihr allein in Gent den nöͤthigen Muth und Reichthum und die Liebe des Volkes beſitzt, um mit Ehre und Nutzen Oberhauptmann zu ſein. Dies wird mir nicht ſchwer fallen; denn ohne Euch zu ſchmeicheln, Mher Denys, es fehlt Euch nichts, um ein würdiger und vor allen Din⸗ gen ein ſchlauer Feldherr zu ſein; aber es iſt noch Eins, was mir im Kopfe herumgeht. Meint Ihr, daß man

mir und meinen Helfershelfern Glauben ſchenken werde, wenn wir ſolche Dinge von dem weiſen Manne erzählen?“

„Laßt Euch das nicht abhalten, Muggelyn. Man glaubt den Worten nicht, aber ſie geben zu denken; ſie machen die Leute irre, flößen Mistrauen ein und ver⸗ nichten jedenfalls die Neigung, die man ihm ſchenkte.— Sechs Tage ſind wenig, in der That! Aber für einen

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