Teil eines Werkes 
1 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde. 79

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„Welche Bremſe ſticht Euch denn ſo plötzlich, Mher Denys?“ ſagte der Ribaudenkönig, ohne zu erſchrecken. „Euch verſpotten? Bei Sanct Lieven! ich bewundere Euch im Gegentheil. Ihr ſeid ein erfahrener Meiſter in dem Fach, das Volk über ſein Beſtes aufzuklären. Begreife ich Euch nicht? Ich muß überall ſagen und beweiſen, daß Jakob von Artevelde ein herrſchſüchtiger Betrüger ſei, daß er das Volk aus Eigennutz aufwiegelt und daß man dumm und thöricht handeln würde, wenn man ſich durch einen ſolchen Großprahler verleiten ließe.“

„Daß er keinen Muth hat, Muggelyn, und bei der erſten Gefahr die Gemeine im Stiche läßt.“

„Daß er es insgeheim mit den Leliaerds hält und ſich mit ihnen verbündet hat, um die kleinen Zunftleute noch mehr zu drücken, als dies ſchon geſchehen iſt.“

„Ach, Muggelyn! man muß mit Vorſicht zu Werke gehen. Euch, der Ihr Verſtand genug habt, brauche ich wahrlich nicht zu lehren, wie man, um ſein Vaterland und die Freiheit zu retten, nicht kindiſch ſein darf, um zu ängſtlich auf die Mittel zu ſehen, die man anzuwen⸗ den hat, um ein gutes Werk zu thun.“

„Verſtanden, Meiſter! Den Leliaerds werde ich ſa⸗ gen, daß er insgeheim den Plan hat, den Grafen um ſein Erbe zu bringen und die Güter der Ritter zu con⸗ fisciren.“