Jakob von Artevelde.
benutzen, um die Wahl des ehrgeizigen Betrügers ſchei⸗ tern zu machen.“
„Und Euch wählen zu laſſen? 6
„Wenn Artevelde mir durch ſeine Liſt nicht mein Recht ſtiehlt, ſo kann es Niemand anders werden als ich.“
„Und Ser Van Steenbeke?“
„Laßt den in Ruhe, Muggelynl! er iſt ein bekannter Leligerd.“
„Er hat aber viele und mächtige Freunde!“
„Das giebt es nicht her; von der Seite haben wir nichts zu befürchten.“
„Gut! aber laßt ſehen, was wir thun können
„Ich wundere mich, Muggelyn, daß Ihr ſo fragt; Ihr müßt ſogleich von Schenke zu Schenke gehen und Euch überall bemühen, die irregeführten Bürger über ihre wahren Intereſſen aufzuklären; Ihr müßt Eure Be⸗ kannten aufſuchen und Euch aller Derjenigen bedienen, auf die Ihr Einfluß habt, Jedem ſagen, was mit ſeinen Gedanken übereinſtimmt, und machen, daß ſich alle Bür⸗ ger überzeugen, die Wahl des herrſchſüchtigen Jakob bringe ſowohl der ganzen Gemeine, wie jedem Einzel⸗ nen Schaden. Schmeichelt dem Einen, droht dem An⸗ dern mit ſeinen Intereſſen....“
Hier hielt Geeraert Denys plötzlich inne und betrach⸗ tete mistrauiſch und verdrießlich den Ribaudenkönig, über deſſen Antlitz ſich ein ſonderbares Lächeln zog.
„Nun, Muggelyn!“ rief Denys,„meint Ihr Cuer Geld zu verdienen, indem Ihr Spott mit dem Ober⸗ dechanten der Gilden treibt? Oder habe ich mich betro⸗
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