Teil eines Werkes 
1 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

ſie kamen, deſto ſchrecklicher hallte der Ruf:„Freiheit und Nahrung!“ über die Stadt hin; denn die Zünfte antworteten ſich jetzt aus drei entfernten Straßen zugleich.

Auf ihrem Wege ſchloß hier und dort ein erſchreckter Bürger eilig Thüren und Fenſter. Die Meiſten ſtanden jedoch auf ihren Thürſchwellen mit weit geöffneten Au⸗ gen und blickten erſtaunt die vorüberſtrömende Menge an. Sie konnten nicht begreifen, was alle die Zunft⸗ männer ſo unbewaffnet im Sinne hatten, und erkundig⸗ ten ſich bald bei dem Einen, bald bei dem Andern, wo⸗ hin ſte gingen. Die Antwort:„Zur Berathung mit dem weiſen Manne“, befriedigte ihre Neugier nicht; ſobald alſo der Zug an ihnen vorüber war, eilten die Nachbarn überall ängſtlich zuſammen und befragten ſich über die Urſache des Auflaufes, wie ſie es nannten.

Die Erſten, die auf dem Calanderderge anlangten, waren die Weber, deren Weg der kürzeſte geweſen war. Kaum hatten ſie ſich jedoch vor der Herberge zum Fuchs theilweiſe aufgeſtellt, als die Walkmüller, denen die klei⸗ nen Gilden folgten, ſich in der Mageleinſtraße zeigten. Sobald der Calanderberg mit ſo vielen Menſchen bedeckt war, als er irgend aufnehmen konnte, rief man mit ver⸗ doppeltem Geſchrei den weiſen Mann. Ein Trompeter, der bei dem Dechant der Weber ſtand, ſetzte jedoch ſein kupfernes Horn an den Mund und ſandte einige weit⸗ ſchallende Töne über den Markt. Bei dieſem Zeichen hörte das Rufen plötzlich auf und die größte Stille herrſchte augenblicklich. Mittlerweile ſammelten ſich die Dechanten und Geſchwornen der Gilden und begaben

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