——
30 Jakob von Artevelde.
Genter Löwe ſeine Tatzen aufhebt und ſich anſchickt, ſeine Ketten zu zerbrechen? Ha, ha, das wäre doch wunderlich!“
Artevelde nahte ſich in dieſem Augenblicke dem Feuer und ſetzte ſich in den Seſſel, den ſeine Frau ſo eben ver⸗ laſſen hatte. Er ſchien noch ganz in Gedanken vertieft und ſagte freundlich:„Es iſt draußen erſchrecklich kalt, Kinder; möge Gott die Leidenden in Flandern behüten!“
Veerle ſchlug ihren Arm um ſeinen Hals und fragte ſchmeichelnd:„Sag' einmal, Vater! Mher Ghelnoot hat uns ſo ängſtlich gemacht, das heißt, mich allein, den Lieven nicht— ach! ſo ängſtlich! Er ſpricht von der Rolandsglocke und von Krieg und Blut. Das iſt doch wohl nicht wahr, daß man in Gent ſtürmen wird?“
„Mher Ghelnoot hat nicht wohl daran gethan,“ antwortete Artevelde;„ängſtige Dich nicht, Veerle; der alte Roland wird ſchweigen.“
„So, Veerle,“ lachte Ghelnoot;„es iſt nicht chriſt⸗ lich von Euch, daß Ihr mir zur Laſt legt, was Lieven geſagt hat. Ich bin es nicht, der vom Roland ſprach.“
Artevelde wandte ſich nun zu dem jungen Denys und ſagte:„Lieven, Euer Vater kehrt aus ſeiner Ver⸗ bannung zurück.“
„Mein Vater!“ rief der Jüngling mit frohem Er⸗ ſtaunen.
„Ja, aber dies Wort ſei Euch genug; Ihr werdet bald die Erklärung deſſelben bekommen.“
„Wann werde ich ihn ſehen?“
„Das hängt von gewiſſen Umſtänden ab. Jeden⸗ falls früher, als Ihr ſelbſt zu hoffen wagt.“
„Wi unrechtme die Wed verbannt
„Er
„Und nicht auch wird er v des Rupe
„Ich Gent noch velde;„d geheim bl Wie war teghen? 8 als ſie der
„Es r Jungfrau; bitterlich g man ihr d nachher, ſcheint aue ſpäter geſe horcht einn ſein?“
Alle he das man de war wie da begreifliches


