der Thür eleiſe mit Hrieb ſich über eine iihn fra⸗
wenn man us verber⸗
daß man landsglocke
en.„Ro⸗ uns Sanct inem Söl⸗ noot,„ob⸗ ſein wird. Burſchen; wenn man ger, deſſen en und die intet ſeinen dem Herzen er iſt.“
es wirklich ie Männer! des Andern t, daß Ihr, plötzlich ſo
Jakob von Artevelde. 29
bitter und böſe reden könnt, daß Eure Worte mir tödt⸗ liche Furcht einjagen.“
„Ihr ſeid mit Unrecht ſo ängſtlich, Veerle!“ ſagte Ghelnoot lachend;„in Gent iſt noch nicht ein ſo großer Mangel an Männern, daß Euer Freund Lieven Euch verlaſſen müßte, um jetzt ſchon mit der Sanct Jorisgilde ſeinen erſten Schuß thun zu müſſen.“
Die Jungfrau fühlte ſich durch dieſe letzten Worte gekränkt; ſie warf einen flüchtigen Blick auf Lieven, als ob ſie ſagen wollte:„Duldet Ihr den Hohn?“ Aber der Jüngling ſtand plötzlich auf und ſprach mit dumpfer Stimme, roth vor Aerger:„Mher Ghelnoot, wenn der Stadttrompeter Perſemier vom Thurm herab Sturm bläſt, ſo werde ich mit meinem Bogen bereit ſtehen und beweiſen, daß ich auch mit dem Tode zu ſcherzen weiß. Aber ich freue mich nicht im Voraus auf Blutvergießen; denn die ich treffen kann, oder die mich tödten können, ſind Menſchen....“
„Nun, nun, ereifert Euch nicht,“ fiel ihm Ghelnoot lachend in die Rede;„ich weiß, daß das vlämiſche Herz in Eurer Bruſt mannhaft ſchlägt; doch Jeder verſteht es auf ſeine Weiſe. Ich ſehe nun ſchon ſeit einem Jahre die bitterſte Hungersnoth in Flandern wüthen; man hat unſere alten Freiheiten beinahe ganz vernichtet, hat Bür⸗ ger von Gent gegen Recht und Geſetz eingekerkert, hat Euren Vater verbannt, weil er freimüthig ſprach; wir werden zum Beſten Frankreichs aufgeopfert und ernie⸗ drigt wie ein feiger Sklavenhaufe, und da meint Ihr, daß ich mich hinſtellen werde und weinen, jetzt, wo der


