Teil eines Werkes 
1 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

mermann,„und er hat Recht; wir wollen denen ſchon ihre Rechnung machen!“

„Warum zeigt er denn auf Utenhoveſtein?“ verſetzte Lieven Comyne.„Wißt Ihr denn, Ihr weggelaufener Yperling, wer Ser Jan von Utenhove iſt?“

„Er iſt ein Ritter und Bedrücker des Volkes,“ murrte der Walkmüller.

„Bedrücker des Volks?“ wiederholte Lieven mit ſteigender Erbitterung.„Er iſt Dechant der St. Geor⸗ gengilde; er iſt mein Mitgeſelle in der Färberei und Finder unſerer Gilde; er hat eine Schule geſtiftet für die Kinder unſerer armen Geſellen; er hat ein Gotteshaus für unſere armen Färber gebaut; er hat ſchon beinahe die Hälfte ſeiner Güter verpfändet, um für unſere Zunft die Hungersnoth zu mildern; er hat vielleicht fünfhun⸗ dert armen Bürgern das Leben gerettet, und gegen ſel⸗ chen Mann wollt Ihr zur Rache rufen?“

„Seht,“ ſagte der Zimmermann,„vdort ſteht er vor ſeinem Stein und ſchwatzt mit Tiſte, dem Spinner.“

„Ja wohl, ſeht doch!“ rief Lieven,„er reicht dem armen Geſellen freundſchaftlich die Hand.“

„Ja, das iſt Einer unter Tauſenden,“ ſpottete der Walkmüller.

„Man ſieht deutlich,“ entgegnete Lieven,„daß Ihr kein Genter ſeid und weit her kommt. Weil Ihr in Frank⸗ reich das Volk ohne Freiheit von den Lehnsherren und Rittern unterdrückt ſaht, niedergebeugt unter der Laſt der Willkür und verarmt durch die Verfälſchung des Geldes, wollt Ihr uns hier vorſingen, was Ihr dort

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