Jakob von Artevelde.
nend, daß ſpenſt Hunderte von Schlachtopfern hinweg, und dennoch Hochmuth betrachteten ihn die unglücklichen Vläminger mit jenem unte man ſtumpfen zweifelhaften Blicke, welcher verkündet, daß ranzöſiſch 9 ſelbſt die Liebe zum Leben in uns erſtorben iſt. inger der War es ſchon in Gent gräßlich, die verhungerten Arbeiter mit eingeſunkenen Augen und verwildertem n, in ei— Antlitz wie ſtumme Schatten durch die Straßen ſchwan⸗ in einem ken zu ſehen, ſo zeigte ſich dies noch entſetzlicher in dem aber im Schickſal der armen Dorfbewohner, die bis dahin ihren der Gen⸗ Wohlſtand und ſelbſt Ueberfluß im Spinnen und Weben ſich auch von Wolle oder Flachs gefunden hatten. Dort eilte der ligen Fa⸗ furchtbare Hungertod von Wohnung zu Wohnung, um
den Arbeiter auf ſeinem ruhenden Webſtuhl zu treffen, während derſelbe Frau und Kinder vor ſeinen brechen⸗
den Blicken mit mörderiſchen Schmerzen kämpfen ſah;
Schauplatz dort folgten Krankheit und Peſt der Hungersnoth auf tt auch in dem Fuße nach, um noch die zu rauben, welche jene am s Volkes Rande des Grabes gelaſſen hatte. Es gab Gemeinen, in denen die entſetzlichſte Stille herrſchte, als ob der Tod
en 1337 keinen einzigen Bewohner verſchont habe, und wo in der Monaten That die Leichen ganzer Familien wie vergeſſen liegen Flandern. geblieben waren. Man ſah auf den Feldern Frauen und nd Krieg, Kinder wie raſende Thiere die Kräuter aus dem gefror⸗ und ſelbſt nen Boden reißen und tödtlich getroffen hinſinken, die er geiſti— trügeriſche Nahrung im krampfhaft verzerrten Munde. nen keine Ach! nichts war ſchrecklicher als der Anblick dieſes hoff⸗ res Loos nungsloſen Kampfes einer fleißigen und zahlreichen n Schlaf Bevölkerung gegen Seuche, Peſt, Kälte und Hun⸗
des Ge⸗ gersnoth.


