ch einge⸗ er, gleich der Ge⸗ Ule, ohne ſſer Frei⸗ u beſtra⸗ tte ereig⸗ ſer Platz zu gebie⸗ liner an⸗ hun und at es öf⸗
heidigung telten ſich en oder afte Ge⸗ nur dem uch, vor ien Für⸗ 1s Rechte
agsmarkt Jakobs⸗- t, be⸗ es Haus ſer Tem⸗ nnerhalb Gräbern
5 4= V* Jakob von Artevelde. 8 3
ausbreitete; vier Fußpfade durchkreuzten den Gottesacker, über die man bei Tage wie bei Nacht gehen durfte, ſei es um vor dem Beinhauſe zu beten, ſei es um ſeinen Weg abzukürzen. Vor dem Giebel der Kirche, in eini⸗ ger Entfernung, doch gleichfalls in der Mitte des Mark⸗ tes, ſtand der Collatiezolder, ein altes Gebäude mit rundem Thurm, wo die Dechanten der Gilden zu allge⸗ meinem Rathe, Collatie genannt, ſich verſammelten, um über alle Zunftangelegenheiten zu beſchließen. Eine ei⸗ ſerne Gallerie, der Ring geheißen, umſchloß das Thürm⸗ chen wie ein Gürtel auf der Hälfte ſeiner Höhe. Jedes Stück Tuch, Leinwand oder Barchent, welches Freitags zu Markt gebracht wurde, und von dem die Finder oder Geſchwornen der Gilden urtheilten, daß der Stoff verfälſcht oder ſchlecht genug gearbeitet ſei, um dem Ruhme des Genter Gewerbfleißes Abbruch zu thun, ward zur Schande für ſeinen Verfertiger öffentlich auf den Ring gehängt. Die Häuſer rings um den Freitags⸗ markt ſowohl wie in den andern Stadtvierteln waren meiſt von Holz aufgeführt und mit Stroh gedeckt; einige derſelben, die Wohnungen bemittelterer Bürger, hatten ein Ziegeldach und einen Giebel von Backſteinen, zwi⸗ ſchen welchen höͤlzerne Bindebalken in großen Quadra⸗ ten hindurchliefen. Die Fenſter waren in Spitzbögen oder ſonſt vielgeſtaltig, alle jedoch durch einen aufſteigen⸗ den Pfeiler in zwei Hälften geſchieden und durch geſchickt eingefügte Glasſcheiben verſchloſſen.— Es wäre thöͤricht zu glauben, daß das für dieſe Wohnungen verwandte Baumaterial ihnen ein geringes Anſehen hätte geben 1*


