Teil eines Werkes 
1 (1849)
Entstehung
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Hendrik Conſcience.

denn als er ſpäter mit dem Drucker abrechnete, war er dieſem nach Abzug aller Koſten, ſtatt des Ge⸗ winnes, noch eine, für ſeine Verhältniſſe unerſchwing⸗ liche Summe ſchuldig. Jetzt drangen noch dazu ſeine Eltern in ihn, welche nur die ſchlimme Seite dieſes unglücklichen Ausganges ſeiner Speculation ſahen, ſich ernſtlich um eine Verſorgung zu bemühen. Sein Vater fühlte ſich um ſo mehr dazu veranlaßt, als ſich die Familie ſeit der zweiten Heirath bedeutend ver⸗ größert hatte und er ſich außer Stand geſetzt ſah, noch länger für den bereits erwachſenen Sohn zu ſorgen. Mit ſchwerem Herzen verließ nun eines Abends, nach einem Geſpräche mit den Seinigen, in welchem er viel Bitteres hatte hören müſſen, der talentvolle Jüngling auf immer das väterliche Haus. Seine ganze Habe beſtand in zwei Franes und einigen Klei⸗ dern, die er, in ein Tuch geſchlagen, unter dem Arme trug. Von trüben Gedanken gequält, richtete er ſeine Schritte nach Antwerpen, nicht wiſſend, was er be⸗ ginnen ſolle. Da begegnete ihm in der Nähe der Stadt ein alter Schulcamerad, der, als er ſeine Ge⸗ ſchichte erfahren, ihm Troſt zuſprach und ihn in das Haus ſeiner Eltern führte. Dieſe nahmen ſich, auf des Sohnes Zureden, ſeiner thätig an und ſagten für ihn auf unbeſtimmte Zeit in einem Wirthshauſe der Vorſtadt gut, ſodaß für ſeine nothwendigſten