„Iſt es möglich?“ rief Victor;„ein Flamänder in dieſer Gegend? Kommt, kommt, laßt uns nach⸗ ſehen. Es iſt wahrſcheinlich ein unglücklicher Lands⸗ mann.“
„Laſſen Sie uns beiſammen bleiben,“ ſagte der Brüſſeler. Halten Sie Ihre Gewehre in Bereit⸗ ſchaft: denn unter Allem kann eine Liſt ſtecken. Do⸗ natus! ſuche uns mit dem Eſel durch das Gebüſch zu folgen.“
Indem ſie dem ſchmerzlichen Hülferuf nachgin⸗ gen, fanden ſie einen jungen Mann an einem Baume ſitzen. Er war bleich, ſeine Wangen waren einge⸗ fallen und ſeine Füße ſehr dick mit Lappen umwun⸗ den, welche er von ſeinen Kleidern geriſſen hatte. Seine erſten Worte verriethen, daß er ein Engländer ſein mußte, und man hatte ſich inſofern über ſeine Perſon geirrt, als das Wort„God“ im Engliſchen wie im Flämiſchen daſſelbe bedeutete.
Er erzählte, er und ſeine Genoſſen ſeien von Buſchrangers überfallen worden, und er habe dabei eine Kugel in den Fuß bekommen. Seine Wunde hatte ſich entzündet; ſein Fuß war äußerſt ange⸗ ſchwollen und ſchmerzte ſehr; er konnte nicht gehen und war bereits vier Tage in dem Gebüſche herum⸗ gekrochen, von Kräutern und Wurzeln lebend und eines ſchrecklichen Todes gewärtig. Er flehte ſeine Zuhörer mit gefalteten Händen und um der Liebe Gottes willen an, ihn doch nicht in der Wüſte liegen zu laſſen. Sein Vater halte einen großen store oder Laden am Federfluß, und er werde ſeine Retter reichlich belohnen.
Victor und Jan Creps ſprachen ſogleich davon,
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