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„Was haben Sie geſehen? Um Gottes willen, täuſchen Sie mich nicht.“
„Was ich geſehen habe? Ein Geſpenſt, einen Geiſt, mit einem weißen Leintuch über dem Rücken!“ antwortete der Matroſe mit hohler Stimme.„Er hat mich angeſprochen.“
„Ei, ei, iſt es wahr? Und was hat er geſagt?“
„Iſt unter Deinen Gefährten kein dummer Junge Namens Kwik?“ hat er gefragt.„Ja, hab, ich ge⸗ antwortet, er wird gerade um Mitternacht auf die Wache kommen.“—„Nun wohl,“ hat das Geſpenſt erwiedert.„das iſt eben die rechte Stunde, um die⸗ ſem furchtſamen Schwätzer den Hals umzudrehen.— Schlaf' wohl bis Morgen, Donatus.“
Als der arme Kwik ſich in der Finſterniß allein ſah, begann er vor Angſt auf den Beinen zu wan⸗ ken. Er hatte Luſt, ſeine Augen geſchloſſen zu hal⸗ ten, aber bei allen ſeinen Schwachheiten beſaß er doch viele gute Eigenſchaften, und eine davon war die, daß er treu und ernſtlich die Pflicht, welche er einmal übernommen hatte, erfüllen wollte. Trotz ſeiner Aufregung erinnerte er ſich, daß er hier ſtand, um über das Leben ſeiner Kameraden, und vornehm⸗ lich über Victor Roozeman zu wachen.
Er ſchaute deßhalb nach allen Seiten aus; aber wie der kalte Schweiß an ihm ausbrach und welche ſeltſame Erſcheinungen und Spukgeſtalten vor ſeinen Augen emportauchten, läßt ſich kaum beſchreiben. Bäume, Felſen, Wolken, Alles nahm eine drohende und Furcht erregende Form an.
Bis jetzt indeſſen fühlte er ſich noch muthig ge⸗ nug, um ſeinen Poſten nicht zu verlaſſen, aber wie


