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mußte ſein Schrecken nicht in dem Maaße zunehmen, als die Mitternachtſtunde näher rückte, jene Stunde, wo den Vorſtellungen ſeiner Kindheit zufolge Geiſter und Geſpenſter umgingen und Böſes zu üben ſuchten?
Plötzlich erſchreckte ihn ein halberſtickter Schrei, und ſein Haar ſtieg ihm gleich Borſten zu Berge. Er ſah oder bildete ſich ein zu ſehen, daß in weiter Ferne eine Menſchengeſtalt mit einem weißen Lein⸗ tuch über dem Haupte aus der Erde erſtanden war und jetzt langſam, doch geraden Wegs auf ihn zukam.
Er zog ſich bis an das Feuer zurück und mußte ſich an den Pfahl, der beim Kochen Dienſte geleiſtet hatte, anlehnen, um nicht umzufallen. Da ſchoß ihm ein rettender Gedanke durch den Kopf! Er zog die Uhr aus der Taſche, öffnete ſie, bückte ſich über die Flamme und richtete mit ſeinem zitternden Finger den Zeiger beinahe um drei Viertel Stunden voraus. Dann kroch er in das Zelt, zog Jemand bei den Beinen und ſagte:
„Baron, Baron, wachen Sie auf: douze heures. C'est pour vous faction,*) zwölf Uhr!“
„Wie, zwölf Uhr?“ brummte der Franzoſe, aus dem Zelte tretend.„Es iſt noch keine halbe Stunde, daß ich Sie zur Ablöſung aufſtehen hörte.“
„Nun nun,“ ſtammelte Donatus in ſeinem kau⸗ derwelſchen Franzöſiſch.„Quand dormir, pas savoir si douze heure ou pas: Tiens la horloge, juste cela!“*)
*) Zwölf Uhr. An Ihnen iſt die Wache.
**) Wenn ſchlafen, man nicht wiſſen, ob zwölf Uhr uder nibt. Da iſt die Uhr, das hier. A.


