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unerwartet wieder gefunden hätten; doch Donatus gab keine Antwort darauf und ſetzte ſein Geſpräch mit dem Mauleſel fort.
„Ja, Kamerade,“ ſagte er,„du darfſt nicht glauben, du ſeiſt in fremde Hände gefallen. Mein verſtorbener Vater, Gott ſei ſeiner armen Seele gnädig, hatte auch einen Mauleſel, und ich war es, der für ihn ſorgen, ihm Haber geben, ihn auf die Waide führen und ihm ſeine Streu zurecht machen mußte. Wir waren ſo gute Freunde, daß ich oft mein Stück mit Butter geſtrichenes Roggenbrod mit Hänschen, ſo hieß er, theilte. Du mußt mich gleich⸗ falls gern haben, und wäre es nur, weil ich für das Hänschen von Natten⸗Haesdonk ſo gut geſorgt habe. Alle Menſchen ſind Brüder und alle Maul⸗ eſel auch. Du ſchauſt mich an? Ich glaube wahr⸗ haftig, du verſtehſt mich? Es wundert dich, nicht wahr, daß Jemand, den du noch nicht kennſt, dir ſo viel Zuneigung bezeigt, aber das hat ſeine Gründe. Du mußt wiſſen, mein Freund, daß ich Jemand gern ſehe. Es iſt die Tochter von einem Feldwächter. Ich bin genug dafür geſtraft worden, daß ich meine Augen ſo hoch zu erheben wagte, denn der Feld⸗ wächter hat mich, als ich zu ihm ging und ihn bat, mir Aennchen zur Frau zu geben, mit ſolcher Ge⸗ walt zur Thüre hinausgeworfen, daß ich mit der Naſe in den Koth gefallen bin. Aennchen iſt jedoch nicht böſe auf mich; und ich meinerſeits, ich ſehe ſie immer vor meinen Augen, ſo deutlich, als wie ich jetzt deine zwei langen Ohren ſehe. Du mußt wiſſen, ich war einmal mit deinem Bruder Hänschen nach Mecheln geritten. Auf der Heimkehr, zwiſchen
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