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„Wir ſehen Nichts!“
„Sind Sie denn blind? Sehen Sie dort über dem Dornbuſchi, die zwei Hörner nicht, die auf und ab⸗ gehen? Weh mir, es kommt, es kommt!“
„Ha, ha, Dummkopf! lachte der Brüſſeler,„es ſind ein paar Eſelsohren, die Du ſiehſt. Halten Sie ſtill, Freunde, der Himmel ſendet uns vielleicht einen koſt⸗ baren Beiſtand. Dieſer Mauleſel gehört wahrſcheinlich den Leuten, welche an der Stelle, wo wir die Blut⸗ lache fanden, angegriffen wurden. Das arme Thier iſt bei dem Streite flüchtig geworden und irrt nun herrenlos in dem Geſtrüpp herum. Bleiben Sie einige Augenblicke ruhig: es könnte wohl eine Liſt hinter
dem Thiere, das uns hier aufſtößt, verborgen liegen.“
„Ein guter Kamerad für Sie, Donatus,“ brummte
der Matroſe,„ihr werdet fortan zu Zweien ſein.“
Es ſchien, als ob Kwik die Sache gleichfalls ſo nähme; denn er eilte frohlockend in das Gebüſch, während die Andern ihm nachſchauten. Einige Mi⸗ nuten ſpäter erſchien er wieder auf der Ebene, einen Arm um den Hals des Mauleſels geſchlagen, der ſich ſehr zahm führen ließ. Kwik ſchien vor Freude außer ſich und ſtreichelte den Eſel unter mancherlei Schmeichelworten. Ja die Andern ſahen, während ſie ihm entgegengingen, wie er dem Thier einen Kuß auf die Naſe gab.
Es war ein alter, ausgemergelter Mauleſel, der kaum die Kraft zu haben ſchien, auf ſeinen Beinen zu ſtehen; aber der Brüſſeler machte ſeinen Kameraden begreiflich, daß dieſe Thiere ſehr ausdauernd und ſtark ſeien, und dieſes, trotz ſeines Alters, ihnen noch
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