Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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„Was ſagt er?“ fragte der Brüſſeler.

„Er ruft die Rache des Himmels über uns herab und verſichert, daß der Geiſt ſeines Vaters uns ver⸗ folgen und uns bis zum Tode keine Ruhe laſſen werde.“

„Gott behüte uns!“ ſeufzte Donatus, ein Kreuz machend.„Das fehlte uns noch. Wir hatten bereits Menſchen und Thiere zu fürchten; da kommen jetzt auch die Geiſter noch ins Spiel. Schlaft ruhig mit ſolchen ſchrecklichen Verwünſchungen auf dem Leibe!“

Während Kwik in ſolchen Gedanken ſich erging, hatten die Andern über das, was zu thun war, ihren Entſchluß gefaßt. Sie warfen ihre Ranzen ab und griffen zu ihren Schaufeln.

„Stehen Sie nicht ſo beſtürzt da, Kwik,“ ſagte der Brüſſeler.„Nehmen Sie ihren Spaten, wir wollen den unglücklichen Mexikaner begraben.“

Der Knabe kauerte ſich nieder und ſchaute be⸗ wegungslos und mit ſtarrem Blick auf die Arbeit der Leute, welche er für Strauchdiebe hielt. Die Thränen floſſen ihm ſtromweiſe über ſeine Wangen, und ſeine Rachſucht ſchien einigermaßen abgekühlt. Vielleicht daß die Sorge der Fremdlinge, ſeinen Vater nicht unbeerdigt zu laſſen, ihm Zweifel darüber ein⸗ flößte, ob das feindliche Menſchen wären, welche ihn umringten und in mitleidigem Tone zu tröſten ſuchten.

Donatus wandte mit Abſcheu ſein Auge von dem verzerrten Angeſicht des Todten ab; doch ſo ſehr er ſich auch Gewalt anthat, er mußte immer von Neuem wieder ſeinen Blick auf daſſelbe richten. Und als er mit Hand anlegen mußte, um den Leichnam in das aufgeworfene Grab zu legen, da bebte er vom Scheitel

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