Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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Mannes, welchem die Kugel die Stirne durchbohrt hatte. Ueber den Leichnam beugte ſich ein Jüngling oder viel⸗ mehr ein Knabe von dreizehn bis vierzehn Jahren. Er umarmte den Todten, während die Thränen über ſein häßliches Angeſicht ſtrömten, und war ſo außer ſich vor Verzweiflung und Schmerz, daß er anfänglich die Gegenwart ſo vieler Fremdlinge gar nicht zu bemerken ſchien.

An ihren Kleidern ließ ſich erkennen, daß die Leute Mexikaner waren, und da der Jüngling in herzzerreißendem Tone immer die Worte:„pobre padre“*) wiederholte, ſo war offenbar, daß derſelbe über der Leiche ſeines Vaters weinte.

Der Baron, welcher einige Worte Spaniſch ver⸗ ſtand, fragte ihn, wer ſie wären, und wie es käme, daß ſie ſo allein und ohne Waffen in dieſer gefähr⸗ lichen Gegend unterwegs ſich befänden.

Was der Jüngling in kurzen und ſcharf abge⸗ riſſenen Worten ſagte, konnte der Baron kaum ver⸗ ſtehen, doch glaubte er daraus abnehmen zu dürfen, daß die unglücklichen Leute bereits zuvor überfallen und ausgeplündert worden und auf der Flucht von ihren Gefährten abgekommen waren. Der Knabe war augenſcheinlich halb ſinnlos vor Schmerz und wüthend gegen die Mörder ſeines Vaters, welche er für Strauchdiebe hielt; denn er ſprach mit großer Schnelligkeit und heftigen Geberden, während er ſeine flammenden Augen und ſeine Finger zum Himmel erhob oder auf den bewegungsloſen Leich⸗ nam deutete, oder drohend eine Verwünſchung gegen ſeine Zuhörer ausſtieß.

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