Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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vor ihm, er bot eine Handvoll Banknoten, Alles, was er beſaß, für einen halben Liter Waſſer. Der Kapitän blieb jedoch ungerührt und ſtumm, als hätte er den jungen Mann gar nicht bemerkt, der zu ſeinen Füßen kroch und ihn um das Leben ſeines armen Freundes anflehte.

Victor wiederholte ſeine hoffnungsloſen Bemühun⸗ gen bei dem Steuermann mit ebenſo wenig Glück... Ein Schrei der Raſerei entſchlüpfte ihm; er ſprang auf ein Waſſerfaß zu und legte ſeine Hand an daſ⸗ ſelbe. Drei oder vier Matroſen bedrohten ihn mit ihren Meſſern, und als er wie verblendet ſelbſt unter der Berührung des Stahls ſeine Bruſt nicht zurück⸗ zog, packten ſie ihn zuſammen an und warfen ihn weit weg auf das Verdeck zurück.

Ueberzeugt, daß keine Rettung zu erlangen war, raufte ſich der arme Roozeman die Haare aus und ſchlug ſich verzweiflungsvoll an die Bruſt, als ein Matroſe ihm ein Bischen Waſſer, weniger als die Hälfte eines Liters im Austauſch gegen ſeine gol⸗ dene Uhr anbot.

Mit faſt unſinniger Freude opferte Victor das theure Geſchenk ſeiner Mutter auf, um das Leben ſeines Freundes, und wäre es nur um eine Stunde, zu verlängern. Er eilte frohlockend zu Jan Creps zurück, hielt ihm die Waſſerflaſche an die Lippen und goß ihm mit fieberiſchem Lachen den labenden Trank in den Mund.

Der Kranke ſchien in der That wieder einige Kraft zu erlangen und bat ſeine Genoſſen, ihn in ſein Bett zu bringen, da alle ſeine Glieder wie ge⸗