Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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lichen Belgien und von dem ſchönen Antwerpen und von theuren Weſen ſprach, und Jan ſich noch be⸗ mühte, ihm Vertrauen auf Rettung einzuflößen, ver⸗ änderte die Stimme des letztern ihren Ton plötzlich auf eine überraſchende Weiſe. Eine tödtliche Bläſſe entfärbte ſein Geſicht; ſeine Augen wurden gläſern und ſeine Glieder brachen ſchlaff zuſammen, als ob eine Nervenlähmung ſie getroffen hätte. Es waren die Zeichen der Krankheit! Jan Creps, das gute Herz, der treue Freund, ſollte ſterben; vielleicht hat⸗ ten, ehe die Sonne wieder das Verdeck des Jonas beſchien, die Seeungeheuer ſeinen Leichnam bereits verſchlungen!

Dieſer Gedanke erfüllte Roozeman mit unbe⸗ ſchreiblicher Verzweiflung; er warf ſich weinend über ſeinen Freund, umarmte ihn und ſtammelte mit

wahnſinniger Haſt allerlei Worte des Troſtes, woran

er ſelbſt nicht glaubte. Donatus hielt eine Hand des Kranken und benetzte ſie mit ſtillen Thränen. Jan ſuchte gegen ſein Uebel anzukämpfen, um bei ihnen den Glauben zu erregen, als ob er Muth genug hätte und es nicht ſo ſchlimm mit ihm ſtände, als man meinte; aber bald entſchwand ihm auch der letzte Reſt von Kraft und mit einem ſchmerzlichen Seufzer ſank er in die Arme ſeines Freundes, wäh⸗ rend er in herzzerreißendem Tone ausrief: „Waſſer! Waſſer! Waſſer! Mein Leben für einen Schluck Waſſer! Waſſer allein kann mich retten!“ Bei dieſem Nothſchrei ſprang Victor auf, eilte wie wahnſinnig zu dem Kapitän und fiel mit auf⸗ gehobenen Händen vor ihm nieder. Er bat, er weinte, er wand ſich in convulſiviſchem Schmerze

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