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„Kaum haben wir,“ ſagte er,„die Löffel in der Hand, ſo ſchlukt er Fleiſch und Bohnen ganz bren⸗ nend hinein; und bitten wir ihn, auch für die An⸗ dern etwas übrig zu laſſen, ſo lacht er, als wollte er uns für Narren halten, und ißt noch gieriger. Außerdem ſtößt er bei dem geringſten Anlaſſe wie wüthend um ſich. Da, ſehen Sie, Kapitän, die Spuren von der Bösartigkeit dieſes dummen Thiers!“
Donatus erwiederte heulend, ſie ſelbſt hätten ihn zu dem haſtigen Eſſen gezwungen, um nicht Hungers zu ſterben; er habe die Franzoſen lehren wollen, daß ein Flämiſcher Burſche ſich nicht ungeſtraft bedrücken oder verſpotten laſſe. Er drohte ſo gewaltig und raste ſo heftig, daß der Kapitän ungeduldig und zornig wurde und den Streit mit den Worten ſchlichtete:
„Hieher Matroſen! man werfe dieſen tollen Kerl auf drei Tage in die Löwengrube!“
Dieſer Befehl ſchien Donatus mit unglaublichem Schrecken zu ſchlagen. Vielleicht dachte er, es befin⸗ den ſich wirklich Löwen in der Tiefe des Schiffes, wenigſtens ſchaute er den Kapitän zitternd und ver⸗ ſtummt an; als er ſich von den Matroſen auf eine rohe Weiſe angegriffen fühlte, begann er laut zu ſchluchzen und fiel mit flehenden Händen und thrä⸗ nenden Augen vor dem Kapitän auf die Kniee nieder.
Die beiden Antwerpener ſuchten gegen den ſtrengen Spruch Fürbitte einzulegen. Victor Roozeman, noch bleich vor Erregung, rief, man begehe damit eine ſchreiende Ungerechtigkeit, und wollte dem Kapitän Conſcience, das Goldland, I. 4


